AQUA MARINE System - Dr. Edgar Schmidt
- April 1990 -
AMSS - AQUA MARINE System Schmidt
Gewinnung von Süßwasser aus dem
Meer
durch
Entspannungsverdampfung
Inhalt
A. Einführende
Erläuterungen
B. Derzeitige
Situation auf dem Weltmarkt
C. Ocean Thermal
Energy Conversion OTEC
D.
Entwicklungsstand bei OTEC-Vorhaben anderer Länder
E. Beitrag der PI
zur Süßwassergewinnung
F. Überlegungen
zur Marktstrategie
G. Diskussion
ANHANG:
Anhang 1: POTKIN
100 HYDROTUBE (Hydrostatisches Rohr)
Anhang 2: POTKIN
200 WAVERIDER (Wellenreiter)
Anhang 3:
Projektpläne
A. Einführende
Erläuterungen
- OTEC (= Ocean
Thermal Energy Conversion) ist ein international
gebräuchliches Kürzel. Es bezeichnet die
technische Nutzung der
in den Ozeanen vorhandenen Wärme.
- Die
Süßwassergewinnung durch Verdampfen von Meerwasser geschieht
beim OTEC-Verfahren in Anlagen mit einem
sogenanntem offenen
Kreislauf. Dabei wird warmes Meerwasser so
weit entspannt, daß
es an seiner Oberfläche verdampft. Der Dampf
wird mit Hilfe von
kaltem Meerwasser an einem Wärmeaustauscher
kondensiert. Der
Dampfstrom kann auch zur Energiegewinnung
genutzt werden, wobei
Süßwasser als Nebenprodukt anfällt.
- OTEC-Anlagen
mit geschlossenem Kreislauf dienen ausschließlich
zur Energiegewinnung. Diese Anlagen arbeiten
nach dem Prinzip
des Kühlschranks, jedoch in umgekehrter
Richtung: an die Stelle
der energieaufnehmenden Wärmepumpe tritt eine
energieabgebende
Dampfturbine. Sowohl am Verdampfer als auch
am Kondensator
befinden sich Wärmeaustauscher. Als Medium
für den
Wärmatransport und zum Antreiben der
Dampfturbine dienen
Ammoniak oder Freon.
- OTEC-Anlagen
können so ausgelegt werden, daß sie im Meer
schwimmen, oder auch so, daß sie sich auf dem
festen Land
befinden. Schwimmende Anlagen werden in der
Regel am Meeresboden
verankert. Das Süßwasser und gegebenenfalls
der elektrische
Strom werden bei schwimmenden Anlagen meist
zum Festland
transportiert. Den auf dem Land befindlichen
OTEC-Anlagen muß
dagegen Kühlwasser aus der Tiefe des Meeres
zugeführt werden
(bei 5° Erwärmung des Kühlwassers wird über
einhundertmal soviel
Kühlwasser benötigt wie Süßwasser entsteht).
- Warenzeichen:
AMSS - AQUA MARINE System Schmidt
(Süßwassergewinnungsanlage)
POTKIN 100 HYDROTUBE (Hydrostatisches Rohr)
POTKIN 200 WAVERIDER (Wellenreiter)
B. Derzeitige
Situation auf dem Weltmarkt
Die
konventionellen Verfahren zur Süßwassergewinnung beruhen auf:
1. Verdampfung
(mit Anlagenkapazitäten bis zu 40.000
Kubikmetern/Tag)
2. Elektrodialyse
(mit Anlagenkapazitäten bis zu 15.000
Kubikmetern/Tag)
3. Umgekehrter
Osmose
(mit Anlagenkapazitäten bis zu 12.000
Kubikmetern/Tag).
70 % des
Süßwassers werden durch Verdampfung gewonnen, obwohl die Verdampfung zu den
energieintensivsten Trennmethoden der Verfahrenstechnik zählt. 30 % des
Süßwassers werden durch Elektrodialyse oder durch Umgekehrte Osmose gewonnen.
Nur 36 % der Anlagen sind Verdampferanlagen, 64 % sind Dialyse- und
Osmoseanlagen. Das zeigt, daß Verdampferanlagen in der Regel große Anlagen
sind. Etwa die Hälfte des Süßwassers wird in Anlagen mit einer Tagesleistung
von unter 10.000 Kubikmetern Süßwasser je Tag gewonnen, die andere Hälfte in
Anlagen von 10.000 Kubikmetern Tagesleistung und mehr.
Die
Meerwasserentsalzung gilt als eine für die Weltwasserversorgung unverzichtbare
Technologie. Über 70 % des Süßwassers wird aus Meerwasser gewonnen, der Rest
vor allem aus Brackwasser, aus Abwasser und gelegentlich auch aus Flußwasser
oder Sole.
Die
konventionelle Verdampfung geschieht durch aufheizen des Substrats unter
erheblichem Aufwand an meist fossiler Energie. Dabei werden Prozeßtemperaturen
bis maximal 190°C erreicht. Die Verwendung noch höherer Temperaturen scheitert
daran, daß Krustenbildung im Verdampfer auftritt, die in diesem
Temperaturbereich nicht mehr beherrscht werden kann. Für die Krustenbildung
sind im wesentlichen die im Meerwasser gelösten Salze Magnesiumhydroxid,
Calziumkarbonat und Calziumsulfat verantwortlich. Durch Zugabe bestimmter
Chemikalien wie Eisenchlorid, Polyphosphaten oder Schwefelsäure wird die
Krustenbildung im Verdampfer durch Verschiebung des Lösungsgleichgewichts
herabgesetzt.
Die spezifischen
Kosten der Süßwassererzeugung liegen heute je nach Art und Größe der Anlagen
zwischen 3,50 DM und 1,50 DM je Kubikmeter. Die Qualität des erzeugten
Süßwassers ist derart, daß es nach Konditionierung für den menschlichen
Gebrauch geeignet ist. Wird das Süßwasser zur Bewässerung verwendet, so kann
die Lebensdauer der Anpflanzungen wegen der sich im Boden akkumuliernden
Restsalze auf ein Drittel der natürlichen Lebensdauer absinken. Dabei werden
die Böden allmählich unbrauchbar.
Auf dem Land
aufgestellte konventionelle Anlagen lieferten 1970 weltweit jährlich 0,4 Mrd
Kubikmeter Süßwasser, 1980 waren es bereits 2,8 Mrd Kubikmeter, 1990 werden es
etwa 5,0 Mrd Kubikmeter sein. Das ist eine Steigerung auf das Zwölffache in 20
Jahren. Zur Veranschaulichung: 5 Mrd Kubikmeter entsprechen einem Ring entlang
dem Äquator von 11 m Breite und 11 m Höhe. Es gibt weltweit viele Tausend
konventioneller Meerwasserentsalzungsanlagen. Dagegen gibt es nur wenige
OTEC-Anlagen, von denen die meisten gleichfalls auf dem Land aufgestellt sind.
Trotzdem gibt es
heute in vielen Ländern einen empfindlichen Wassermangel. Die Prognosen
besagen, daß in 10 Jahren in mehr als 30 Ländern akuter Süßwassermangel
herrschen wird. Es ist keine Frage, daß hier auch in Zukunft ein Markt
existiert, der in seiner Bedeutung wohl kaum überschätzt werden kann. Es steht
aber auch außer Zweifel, daß der Bedarf bei den infrage stehenden Dimensionen
allein schon aus Gründen der großen Umweltbelastung nicht nur über fossile
Energieträger gedeckt werden sollte und letztlich auf Dauer so auch nicht
gedeckt werden kann.
Interessant sind
die Marktanteile (1988): Japan 29 %, USA 23 %, Frankreich 12 %, Italien 7 %,
Großbritannien 5 %, Sowjetunion 2 %, Niederlande 2 %, Bundesrepublik
Deutschland 1 %, Israel 1 %, Südafrika 1 %. Die wichtigsten Verbraucherländer
sind Saudi Arabien mit 30 % der installierten Kapazität (1.338 Anlagen), Kuwait
mit 10 % (128 Anlagen), die Arabischen Emirate mit 10 % (265 Anlagen), USA mit
10 % (1.208 Anlagen).
C. Ocean Thermal
Energy Conversion OTEC
In den Weltmeeren
gibt es in horizontaler Richtung lokal begrenzt bedeutende
Temperaturdifferenzen, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Golfstrom. Viel
bedeutsamer für die Süßwassergewinnung sind aber die Temperaturdifferenzen in
vertikaler Richtung.
In der
sommerlichen Nordsee tritt in 25 Metern Tiefe regelmäßig ein negativer
Temperatursprung von 4°C auf. Auf den Kanarischen Inseln beträgt die
Temperaturabnahme mit der Tiefe in den obersten 100 Metern ganzjährig etwa
10°C. In tropischen Breiten werden in den obersten 1.000 Metern
Temperaturdifferenzen von bis zu 24°C gemessen (Oberflächenwasser mit 28°C
liegt über dem aus arktischen Breiten stammendem Tiefenwasser mit 4°C).
Die Ozeane wirken
wie riesige Sonnenkollektoren, in denen die Sonnenstrahlung in den obersten
Zentimetern unterhalb der Wasseroberfläche absorbiert und das Wasser dadurch
erwärmt wird. Durch die Meereswellen wird eine vertikale Durchmischung des
Meerwassers hervorgerufen, die bei orkanartigen Stürmen bis in eine Tiefe von
etwa 180 Metern reichen kann. Durch die Meeresströmungen wird eine weitere, im
wesentlichen horizontale Durchmischung hervorgerufen. Das Wärmereservoir der
Ozeane ist so groß, daß damit ohne weiteres der gesamte Weltenergiebedarf
gedeckt werden könnte, wobei sich die Wärme ständig regeneriert.
Die vertikalen
Temperaturdifferenzen lassen sich nach der Methode der Entspannungsverdampfung
zur Energiegewinnung oder zur Süßwassergewinnung ausnutzen: warmes Meerwasser
wird im Grobvakuum verdampft und der Dampf im kalten Milieu kondensiert. Da mit
dem
Dampf latente
Wärme transportiert wird, ist der Wärmefluß letztlich maßgebend für die
Ausbeute. Der Wärmefluß ist abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen
Verdampfer und Kondensator und von den Mengen des im Verdampfer und im
Kondensator durchgesetzten Meerwassers. Geringe Temperaturdifferenzen lassen
sich durch einen großen Wasserdurchsatz ausgleichen. Das ist von Bedeutung,
weil das warme und das kalte Meerwasser in praktisch unbegrenzter Menge zur
Verfügung stehen. Der Prozeß beginnt bereits bei einer Temperaturdifferenz von
1°C selbsttätig abzulaufen.
Bei der
Energiegewinnung im offenen Kreislauf wird der Dampfstrom über eine Turbine
geführt, wobei Süßwasser als Nebenprodukt anfällt. Bei einer 1 MW-Anlage
entstehen etwa 1.500 Kubikmeter Süßwasser am Tag. Bei der Süßwassergewinnung
ohne Energieerzeugung entfällt die Turbine, wobei die Ausbeute an Süßwasser auf
das Fünffache ansteigt. Wird die Turbine gar durch eine Wärmepumpe ersetzt, so
läßt sich die Ausbeute bei entsprechender Leistungsfähigkeit von Verdampfer und
Kondensator noch weiter steigern. Bei maßvollem Einsatz arbeitet eine
Wärmepumpe trotz der erforderlichen Zufuhr an externer Energie wirtschaftlich.
Die thermodynamische Seite der Entspannungsverdampfung ist nicht nur
theoretisch geklärt, sie auch schon mehrfach erfolgreich erprobt worden. Die
Herausforderung bei der Süßwassergewinnung liegt eher in der Ingenieurskunst
und im Management: Fragen der Korrosion und des biologischen Bewuchses spielen
eine Rolle, auch die Qualität des erzeugten Süßwassers und schließlich vor
allem der Preis je Kubikmeter Süßwasser für den Endverbraucher.
Wie noch zu
zeigen sein wird, können die Kosten für den laufenden Betrieb einer AMSS-Anlage
sehr gering gehalten werden, so daß die Kosten für den Kubikmeter Süßwasser
vorwiegend von den Abschreibungskosten bestimmt werden. Wenn es daher gelingt,
die Entwicklungs- und die Herstellkosten für die AMSS-Anlage zu begrenzen und
eine lange Lebensdauer für die AMSS-Anlage zu erreichen, dann dürfte sich ein
konkurrenzlos niedriger Wasserpreis ergeben. Damit wären Absatz und Ertrag
gesichert.
D.
Entwicklungsstand bei OTEC-Vorhaben anderer Länder
USA:
Ausgelöst durch
die Ölkrise der 70er Jahre haben die Vereinigten Staaten mehr als 200 Mio $ für
Forschung und Entwicklung von OTEC ausgegeben. Die meisten Mittel wurden in den
Jahren 1978 bis 1981 mit etwa 35 Mio $ jährlich aufgewendet. 1984 waren es immerhin
noch 10 Mio $.
Das Nachlassen
der Anstrengungen hat folgende Gründe: Die Bemühungen waren etwa zur Hälfte auf
die Energiegewinnung durch Anlagen mit geschlossenem Kreislauf auf offener See
konzentriert. Dabei wurde das Ziel verfolgt, energieintensive Produkte wie
Ammoniak, Aluminium und Methanol auf hoher See zu erzeugen. Die andere Hälfte
der Bemühungen war auf ein breit gestreutes Spektrum von Aufgaben gerichtet,
wobei bevorzugt Größtanlagen von 100 MW Leistung und darüber im Blickfeld
lagen. Diesen Entwicklungen ist durch den späteren Preisverfall beim Erdöl die
Perspektive genommen worden.
Seit 1981 gab es
in den USA auch erfolgversprechende Versuche im Hinblick auf Anlagen mit
offenem Kreislauf. Obwohl auch hier die Energiegewinnung im Vordergrund
gestanden haben dürfte, wurden doch wertvolle Erfahrungen gesammelt, die bei
der Süßwassergewinnung nützlich sein können.
Mehrere
Prototypen sind gebaut worden. Eine Anlage mit 50 kW Leistung ist 1979 auf
offener See vor Hawaii drei Monate lang erprobt worden. Auf einer
Experimentalanlage mit 1 MW Leistung, jedoch noch ohne Turbine, wurden fast
alle Aspekte von OTEC untersucht. Eine auf Honolulu an Land aufgebaute
Demonstrationsanlage mit 40 MW Leistung soll in diesem Jahr in Betrieb gehen.
Diese Anlage hat eine Kühlwasserleitung von 9 m Durchmesser und 3 km Länge.
Japan:
Japan arbeitet
mittel- bis langfristig an der Entwicklung von OTEC-Anlagen mit geschlossenem
Kreislauf, vor allem im Hinblick auf den Export.
Eine Anlage mit
100 kW Leistung ist 1981 im Pazifik ein Jahr lang erfolgreich erprobt worden.
Die Ergebnisse lassen sich, was den Freon-Kreislauf betrifft, auf Anlagen von
mehreren MW Leistung direkt übertragen. Eine Demonstrationsanlage mit 1 bis 10
MW Leistung soll noch in diesem Jahr bei Okinawa einsatzbereit sein.
Andere Länder:
Außerdem gibt es
OTEC-Aktivitäten vor allem in Frankreich, aber auch in Holland, Großbritannien,
Indien, Schweden, Taiwan und Jamaica. Diese Aktivitäten haben vorwiegend das
Ziel Energiegewinnung.
Ein 1984 groß
angelegter französischer Vorstoß bei der EG auf Förderung von OTEC über einen
Zeitraum von 10 Jahren in einer Gesamthöhe von mindestens 120 Mio $ war ohne
Erfolg. Als Ablehnungsgründe werden genannt: mangelnde Überzeugungskraft der
vorgebrachten Argumente, ungelöste Korrosionsprobleme und zu hoher
Kapitalbedarf. Technische Schwerpunkte, wie etwa die Gewinnung von Süßwasser,
waren in dem Antrag nicht gesetzt worden. Wahrscheinlich hat daher der
Preisverfall beim Erdöl letztlich den Ausschlag für die Entscheidung gegen eine
Förderung gegeben.
Fazit aus den
bisherigen Arbeiten:
- Nur in den USA
gibt es offenbar genügend Erfahrungen mit OTEC,
aufgrund derer die Süßwassergewinnung aus
Meerwasser aus dem
Stand heraus möglich wäre.
- Als Faustregel
kann gelten, daß sich die spezifischen
Investitionskosten halbieren, wenn die
Kapazität von
OTEC-Anlagen vervierfacht wird.
E. Beitrag der PI
zur Süßwassergewinnung
ZUSAMMENFASSUNG
Das
AMSS-Verfahren zur Gewinnung von Süßwasser aus dem Meer durch
Entspannungsverdampfung arbeitet bei Umgebungstemperaturen im Grobvakuum,
kontinuierlich, einstufig, mit reinem Wasserdampf, geregelt.
Im Meer
bestehende Temperaturdifferenzen werden ausgenutzt. Die Verdampfungswärme wird
dem Meer entnommen, die Kondensationswärme dem Meer zugeführt.
Kennzeichnend
sind der äußerst geringe Energieverbrauch wegen des Verzichts auf Heizung und
wegen der Ausnutzung der Energie der Meereswellen und die bisher unerreichte
Umweltfreundlichkeit.
Die AMSS-Anlage
schwimmt und ist über Seile am Meeresboden verankert. Der Verdampfer befindet
sich über dem Meeresspiegel, der Kondensator tief unten im kalten Meerwasser.
Die AMSS-Anlage ist unabhängig vom Tidenhub und arbeitet bei allen praktisch
vorkommenden Wellenhöhen.
Die Durchströmung
des Verdampfers mit warmem Meerwasser und der Kühlrohre des Kondensators mit
kaltem Meerwasser geschieht durch pumpen mit Hilfe der Meereswellen. Dazu
dienen passiv arbeitende Vorrichtungen "Wellenreiter" und
"Hydrostatisches Rohr".
Der
Verdampfungsvorgang wird durch Vergrößerung der Verdampfungsoberfläche
unterstützt.
Mit externer
Energie angetriebene Pumpen erzeugen das Prozeßvakuum, entfernen die
Luftbestandteile, transportieren das Süßwasser. Ausnahmsweise können eine
Wärmepumpe und Durchlaufpumpen zur Unterstützung des Warmwasserdurchlaufs und
des Kühlwasserdurchlaufs verwendet werden.
LÖSUNG
Das Verfahren
beruht auf einem kontinuierlichen, einstufigen, geregelten Prozeß der
Entspannungsverdampfung. Es arbeitet ohne Heizung bei Umgebungstemperaturen im
Grobvakuum von etwa 13 bis 27 Hektopascal mit reinem Wasserdampf. Das Vakuum
wird durch eine entsprechend hohe Meerwassersäule gehalten. Im Meer vorhandene
Temperaturdifferenzen von mehr als 1°C werden zur Verdampfung und
anschließender Kondensation genutzt, wobei die Wärme in Form der latenten Wärme
des Dampfes von warmen in kalte Bereiche des Meeres transportiert wird.
Die AMSS-Anlage
wird im Meer vorzugsweise in Küstennähe aufgebaut und ist mit der auf dem Land
befindlichen Infrastruktur über einen Leitungsstrang verbunden. Der
Leitungsstrang enthält die Süßwasserleitung, ein Kabel für die Übertragung
elektrischer Energie und Datenleitungen. An Land befinden sich ein Netzanschluß
und ein Prozeßrechner, ferner ein Süßwasserbehälter als Vorratspuffer zwischen
der AMSS-Anlage und den Verbrauchern.
Der Verdampfer
befindet sich in einer geeigneten Höhe über dem Meeresspiegel, der Kondensator
im kalten Bereich in der Tiefe des Meeres und beide sind über eine rohrförmige
Brücke miteinander verbunden.
Externe Energie
wird nur in der Anlaufphase zur Erzeugung des Prozeßvakuums und im laufenden
Normalbetrieb nur zum abpumpen der abgeschiedenen Gase, zum abpumpen des
Süßwassers und zur Prozeßregelung benötigt. Das ist möglich, weil zum pumpen
sowohl des Substrats als auch des Kühlwassers die Energie der Meereswellen
herangezogen wird.
Das Substrat wird
mit Hilfe von Vorrichtungen "Wellenreiter" durch die
Verdampfungskammer hindurch transportiert. Die Wellenreiter sind über
Verbindungsleitungen sowie Verstrebungen und Gelenke mit den zum Verdampfer
führenden Steigleitungen verbunden. Sie nutzen neben der Potentiellen auch die
Kinetische Energie der Meereswellen, indem sie ihre Einlaßöffnung für das
Meerwasser entgegen der Richtung der augenblicklichen Meeresströmung passiv
ausrichten.
Das Kühlwasser
wird mit Hilfe von Vorrichtungen "Hydrostatisches Rohr" durch die
Kühlrohre der Kondensationskammer hindurch transportiert. Die Hydrostatischen
Rohre sind mit den Kühlrohren an den Einlaßöffnungen für das Kühlwasser
verbunden. Sie nutzen die Potentielle Energie der Meereswellen derart, daß sie
wie Durchlaufpumpen für das Kühlwasser wirken.
Die AMSS-Anlage
hat so große Hohlräume, daß sie im Meer einen kräftigen Auftrieb erfährt. Die
Auftriebskraft der AMSS-Anlage wird durch ein an ihrem unteren Ende
angebrachtes Gewicht so kompensiert, daß die AMSS-Anlage in vertikaler Lage
schwimmt und einen vorgegebenen Tiefgang aufweist (Halbtaucher). Die
AMSS-Anlage ist so am Meeresboden angebracht, daß sie sich in vertikaler
Richtung mit der Tide bewegen kann.
Dazu werden zwei
übereinander liegende Auftriebskörper mit Hilfe von schräg gespannten Seilen am
Meeresboden angebracht. Vorgesehen sind drei Paare von Seilen, die von oben
gesehen um 120° gegeneinander versetzt sind. Am Meeresboden ist jedes Seilpaar
z.B. an einem in einem Bohrloch angebrachten Anker befestigt oder auch an einem
freiliegenden schweren Gewicht. Die Seile sind so mit spezifisch leichtem
Material ummantelt, daß sie zusammen mit der Ummantelung das spezifische
Gewicht des Meerwassers haben. Daher hängen die Seile weder durch noch
schwimmen sie auf, d.h. sie schweben im Meerwasser. An den Auftriebskörpern
angreifende äußere Kräfte, die z.B. von Meeresströmungen herrühren können,
werden unter Betriebsbedingungen über die straff gespannten Seile abgeleitet,
so daß die Auftriebskörper praktisch unbeweglich sind.
Der Halbtaucher
wird durch vertikale zylindrische Öffnungen in den Auftriebskörpern geführt und
ist daher nur in vertikaler Richtung beweglich.
Die AMSS-Anlage
ist ferner so ausgelegt, daß sie bei allen praktisch vorkommenden Wellenhuben
arbeitet. Der Meerwasserpegel im Verdampfer darf nur wenig schwanken.
Das wird erstens
durch die Anordnung der Auslaßöffnungen für die abgekühlte Sole erreicht, die
sich in einer Meerestiefe befinden, in der die vom Seegang herrührende Bewegung
des Meerwassers unter Betriebsbedingungen abgeklungen ist. Diese Öffnungen liefern
das Referenzpotential für die Meerwasseroberfläche im Verdampfer.
Das wird zweitens
durch Pufferungskammern erreicht, in die das Substrat vom Wellenreiter kommend
mit den Wellenbergen schubweise eindringt, worauf es diese Kammern unter Abgabe
seiner Potentiellen Energie aperiodisch gedämpft und daher gleichmäßiger strömend
in Richtung zum Verdampfer hin wieder verläßt.
Während der
Entspannung des Substrats auf dem Wege vom Wellenreiter zum Verdampfer werden
die im Substrat gelösten Luftbestandteile in Form von Blasen ausgeschieden.
Diese Blasen werden in der glockenförmigen, nach unten offenen
Entlüftungskammer noch vor der Verdampfung abgefangen und über Luftableitungen
mit Hilfe der Entlüftungssaugpumpen entfernt. Der Gasdruck in der
Entlüftungskammer wird so eingestellt, daß er geringfügig über dem
Verdampfungsdruck des Meerwassers liegt. Dadurch wird erreicht, daß in der
Entlüftungskammer zwar entlüftet wird, dort jedoch noch keine nennenswerte
Verdampfung stattfindet. Bei der anschließenden Verdampfung bildet sich
praktisch reiner Wasserdampf, der von Fremdgasen unbehindert von der
Verdampfungskammer zur Kondensationskammer strömen kann.
Die
Meerwasseroberfläche im Verdampfer wird auf passivem Wege vergrößert und
durchmischt. Das geschieht z.B. mit Hilfe von walzenförmigen Bürsten, die wie
ein Wasserrad angeordnet sind. Die Achsen der walzenförmigen Bürsten liegen in
der Meerwasseroberfläche senkrecht zur Strömung. Durch die Unterströmung werden
die walzenförmigen Bürsten bewegt, wobei sie einen Teil des Substrats unter
Vergrößerung seiner Oberfläche mit sich nach oben führen. Der Verdampfer
enthält mit Ausnahme der Wasserräder keine beweglichen Teile.
Bei ausbleibendem
Seegang oder zur Steigerung der Ausbeute können Pumpen zugeschaltet werden, die
im Normalbetrieb ruhen. Vorgesehen sind Durchlaufpumpen in den Steigleitungen
zur Unterstützung des Transports des Substrats, eine Wärmepumpe im Übergangsraum
zwischen der Verdampfungskammer und der Kondensationskammer zur Unterstützung
des Dampftransports und des Transports der an den Dampf gebundenen latenten
Wärme, und Durchlaufpumpen an den Auslaßöffnungen für das Kühlwasser zur
Unterstützung des Kühlwassertransports. Diese Pumpen werden nur dann
eingesetzt, wenn das wirtschaftlich vertretbar ist.
In einer anderen
möglichen Ausführung der AMSS-Anlage wird der Verdampfer auf dem Lande
aufgestellt. Dadurch kann der Verdampfer größer ausgelegt werden als bei der
schwimmenden Ausführung, deren Verdampfer aus statischen Gründen eine begrenzte
Größe hat.
Der
Arbeitsbereich der AMSS-Anlage läßt sich durch folgende Parameter beschreiben:
- maximaler
Tidenhub:
praktisch unbegrenzt
- Meereswellenhub
- im Pumpbetrieb: 0,0 m bis 0,6 m
- im Normalbetrieb: ab 0,6 m
- maximale
Meereswellenlänge
- im Pumpbetrieb: 16 m
- im Normalbetrieb: praktisch unbegrenzt
- maximale
Meereswellenperiode
- Pumpbetrieb: 3,9 sek
- im Normalbetrieb: praktisch unbegrenzt
- Windgrößen nach
Beaufort
- im Pumpbetrieb: 0,0 bis 4,0
- im Normalbetrieb: 4,0 bis 12,0.
AUFBAU
Die ABBILDUNG
zeigt die momentane mittlere Meeresoberfläche, die verfahrensübliche
Meerwassersäule von etwa 10 m Höhe, den Meeresboden und die der Anbringung
dienenden Bohrlöcher mit Anker.
Die ABBILDUNG
zeigt ferner die zur AMSS-Anlage gehörigen Teile Verdampfer mit seinen Zu- und
Ableitungen für das Substrat, Brücke, Kondensator und Sumpf, die alle starr
miteinander in Verbindung stehen. Innerhalb des Verdampfers sind die
Pufferungskammer, die Entlüftungskammer und die Verdampfungskammer zu sehen. In
der Verdampfungskammer sind drehbare Wasserräder angebracht.
Die ABBILDUNG
zeigt außerdem eine mögliche Anbringung der AMSS-Anlage. Zwei unter Wasser
übereinander liegende Auftriebskörper, die in ihrer Mitte in vertikaler
Richtung je eine Öffnung aufweisen, sind über Seile am Meeresboden befestigt.
Die Befestigung geschieht über in Bohrlöchern eingelassene Anker.
Der Halbtaucher
durchsetzt die beiden Auftriebskörper und kann in vertikaler Richtung gleiten.
An den Auftriebskörpern befinden sich zu diesem Zweck Gleitvorrichtungen, die
mit Arretierungseinrichtungen versehen sind.
Das Gewicht ist
unterhalb des Kondensators fest angebracht.
Der
Auftriebspunkt der AMSS-Anlage einschließlich des Gewichts liegt im
Gleichgewichtsfall genau über dem Schwerpunkt dieses Systems, so daß das System
stabil vertikal schwimmt. Damit eine möglichst hohe Stabilität erreicht wird,
ist das System so ausgelegt, daß Auftriebspunkt und Schwerpunkt einen möglichst
großen Abstand voneinander haben.
In der ABBILDUNG
ist schließlich angedeutet, an welchen Stellen der AMSS-Anlage Wellenreiter und
Hydrostatische Rohre angebracht sind. Das eingezeichnete Hydrostatische Rohr
sollte man sich nach unten zu verlängert und mit dem Eingang der Kühlrohre im
Kondensator verbunden denken.
FUNKTION
Der Halbtaucher
wird von einer starken Auftriebskraft nach oben gezogen. Unterhalb des
Kondensators befindet sich das nach unten ziehende Gewicht. Das Gewicht
kompensiert die Auftriebskraft derart, daß der Halbtaucher einen vorgesehenen
Tiefgang hat. Der Tiefgang ist so bemessen, daß der durch ein Grobvakuum
angehobene Meerwasserspiegel im Verdampfer eine geeignete Höhe aufweist. Die
geeignete Höhe ist etwa die halbe Höhe der Verdampfungskammer zwischen ihrer
Basis und der Tropfenblende. Hierbei ist die Drehung der Wasserräder
gewährleistet.
Von den Wellen
oder von Meeresströmungen herrührende Seitenkräfte und Drehmomente werden an
den Auftriebskörpern abgefangen.
Hebt sich (sinkt)
der Meerwasserspiegel mit der Tide, dann erhöht sich (verringert sich) der
Auftrieb des Halbtauchers und der Halbtaucher wird nach oben (unten) getrieben.
Durch die
Wellenbewegung des Meeres kann der Halbtaucher unter Betriebsbedingungen in
vertikale Schwingungen geraten. Das läßt sich dadurch verhindern, daß die
Gleitvorrichtungen arretiert werden. Wegen des starken Auftriebs der
Auftriebskörper werden dann an den Gleitvorrichtungen neben den horizontal
wirkenden Kräften auch die vertikal wirkenden Kräfte abgefangen.
Die Arretierungen
an den Gleitvorrichtungen werden in bestimmten Zeitabständen für kurze Zeit
automatisch gelöst, damit der Halbtaucher mit der gestiegenen (gefallenen) Tide
wieder ins Gleichgewicht kommen kann. Die Wiederarretierung geschieht mit Hilfe
von Sensoren zur Bestimmung des Tiefgangs des Halbtauchers rechnergesteuert.
Sobald der Halbtaucher den richtigen Tiefgang aufweist werden die
Gleitvorrichtungen arretiert.
Die Richtung der
Strömung des Meerwassers im Verdampfer und in seinen Zu- und Ableitungen und
der Sinn der Drehung der Wasserräder sind in der ABBILDUNG durch Pfeile
gekennzeichnet.
Dimensionierung
Ein großer
Verdampfer erlaubt einen großen Durchsatz von Substrat, wie auch ein großer
Kondensator einen großen Durchsatz von Kühlflüssigkeit erlaubt. Substrat und
Kühlflüssigkeit sind im Meer in praktisch unbegrenzter Menge vorhanden. Da das
Verfahren mit geringen Temperaturdifferenzen arbeitet, ist es zur Erzielung
eines großen Wärmeflusses und damit einer großen Süßwasserausbeute
erforderlich, große Mengen von Substrat bei hinreichend langer Verweildauer im
Verdampfer und große Mengen von Kühlflüssigkeit durchzusetzen.
Prozeßvakuum
Vor
Inbetriebnahme der AMSS-Anlage wird der Dampfraum, der sich aus dem oberen
Bereich der Verdampfungskammer, dem Übergangsraum und dem oberen Bereich der
Kondensationskammer zusammensetzt, mit Hilfe der Saugpumpe zur Erzeugung des
Prozeßvakuums bis auf den Siededruck des Meerwassers evakuiert. Dabei steigt
der Meerwasserspiegel in der Verdampfungskammer bis in die gekennzeichnete Höhe
an. Der Pumpvorgang wird solange fortgesetzt, bis der letzte Rest der im
Dampfraum vorhandenen Luft von Wasserdampf verdrängt worden ist. Zugleich wird
die Entlüftungskammer mit Hilfe der Entlüftungssaugpumpe so evakuiert, daß ein
Druck entsteht, der nur wenig über dem Siededruck des Meerwassers liegt. Dabei
hebt sich der Meerwasserspiegel bis in die in der Entlüftungskammer angedeutete
Höhe.
Meerwasserdurchlauf
Das aus dem
Wellenreiter kommende warme Meerwasser strömt immer dann durch die
Verbindungsleitung in die Steigleitung für warmes Meerwasser nach oben, wenn
sich der Schwimmer des Wellenreiters auf einem Wellenberg befindet. Befindet
sich der Schwimmer des Wellenreiters in einem Wellental, so verhindert ein
Rückschlagventil, daß das in der Steigleitung für warmes Meerwasser befindliche
Meerwasser wieder zum Wellenreiter zurückströmt.
Das Meerwasser
gelangt dabei Schub um Schub in die Pufferungskammer, aus der es bis zum
Eintreffen des jeweils nächsten Schubs unter Abgabe seiner Potentiellen Energie
gleichmäßiger strömend in die Entlüftungskammer und danach in die
Verdampfungskammer übertritt. Es wird später über die Falleitung für die
abgekühlte Sole nach unten abgeleitet und tritt in Tiefe der halben maximalen
Meereswellenlänge unter dem mittleren Meereswasserspiegel (etwa 90 m) durch die
Auslaßöffnung für die abgekühlte Sole wieder in das freie Meer aus. In dieser
Tiefe ist die Wellenbewegung der Meeresoberfläche vollständig abgeklungen. Die
freien Meerwasseroberflächen im Entlüfter und im Verdampfer bleiben daher von
der Seite der Falleitung für die abgekühlte Sole her unbeeinflußt von der
Wellenbewegung an der Meeresoberfläche.
Entlüftung
Das warme
Meerwasser wird auf seinem Wege vom Wellenreiter zur Entlüftungskammer bis
unmittelbar über den Siededruck entspannt. Dabei werden die im Meerwasser
enthaltenen Luftbestandteile in Form von Blasen ausgeschieden. Die Blasen
werden vor dem Verdampfungsvorgang in der Entlüftungskammer abgefangen und über
die Luftableitung von der Entlüftungssaugpumpe abgesaugt. Damit wird erreicht,
daß bei der nachfolgenden Verdampfung praktisch keine Luftbestandteile mehr in
den Dampfraum abgegeben werden, daß also reiner Wasserdampf von der
Verdampfungskammer zur Kondensationskammer strömen kann. Diese Maßnahme trägt
zu einer verbesserten Leitfähigkeit für Dampf und latente Wärme im Dampfraum
bei.
Verdampfung
Das warme
Meerwasser wird in die Verdampfungskammer geführt, wo es an seiner freien
Oberfläche verdampfen kann. Die Meerwasseroberfläche im Verdampfer wird mit
Hilfe der Wasserräder vergrößert. Die Wasserräder sind zu diesem Zweck als
walzenförmige Bürsten ausgelegt, deren Achsen in der Meerwasseroberfläche
senkrecht zur Strömung liegen. Durch die Unterströmung des Meerwassers werden
die Wasserräder gedreht, wobei sie Meerwasser mit sich nach oben führen und die
Verdampfungsoberfläche dadurch vergrößern.
Falls die
Verdampfung zu heftig vor sich geht und der Dampf Meerwassertropfen mit sich
nach oben reißt, sorgt eine Tropfenblende dafür, daß die Meerwassertropfen
nicht in den Übergangsraum gelangen und statt dessen in das Meerwasser
zurückgeführt werden. Siedeverzug wird durch die natürlichen Verunreinigungen
des Meerwassers verhindert.
Dampftransport
Der Widerstand,
welcher dem Dampfstrom und damit dem Strom latenter Wärme im Dampfraum
entgegengesetzt wird, ist äußerst gering. Die Wärmeleitfähigkeit im Dampfraum
ist um den Faktor 10 hoch 5 höher als die von Metallen. Die Verdampfungskammer
und die Kondensationskammer stehen bei ruhender Wärmepumpe in thermischem
Kontakt miteinander. Der Dampf und mit ihm die latente Wärme können frei
strömen.
Wird die
Wärmepumpe zugeschaltet, dann wird der thermische Kontakt aufgehoben. Im
Dampfraum der Verdampfungskammer werden dann Druck und Temperatur herabgesetzt,
zugleich werden Druck und Temperatur im Dampfraum der Kondensationskammer
erhöht. Der Dampf- und Wärmestrom wird von der Wärmepumpe gegen das Druck- und
Temperaturgefälle aufrechterhalten. Die Leistung des Verdampfers kann durch
Einschalten der Durchlaufpumpen für warmes Meerwasser, die Leistung des
Kondensators kann durch Einschalten der Durchlaufpumpen für Kühlwasser
verbessert werden.
Sollten sich im
Laufe der Zeit Luftbestandteile im Dampfraum ansammeln, dann werden diese bei
ruhender Wärmepumpe durch Einschalten der Saugpumpe zur Erzeugung des
Prozeßvakuums hinausgespült.
Kondensation
Der Kondensator
befindet sich unter der Auslaßöffnung für die abgekühlte Sole. Er wird von
kaltem Meerwasser umspült und ist von zahlreichen Kühlrohren durchdrungen,
durch die kaltes Meerwasser nach oben fließt. Das kondensierte Süßwasser
sammelt sich im Sumpf.
Die Wandstärke
der Kühlrohre ist so groß, daß diese dem Hydrostatischen Druck standhalten,
zugleich ist sie aber so klein, daß der Temperaturgradient in den Wänden der
Kühlrohre klein bleibt. Die Kühlrohre müssen einem Druck von mindestens 11 atm
(und mehr) standhalten.
Kühlwasserdurchlauf
Der konvektive
Kühlwasserdurchlauf im Kondensator wird mit Hilfe des Hydrostatischen Rohrs bei
vorhandenem Seegang gesteigert. Befindet sich der Schwimmer des Hydrostatischen
Rohrs in einem Wellental, so steigt das Meerwasser ausgehend von der Einlaßöffnung
für das Kühlwasser durch das geöffnete Rückschlagventil 1 am geschlossenen
Rückschlagventil 2 vorbei im Hydrostatischen Rohr nach oben. Befindet sich der
Schwimmer des Hydrostatischen Rohrs auf einem Wellenberg, so wird das vorher
unten in das Hydrostatische Rohr eingedrungene Meerwasser wieder nach unten
gedrückt und strömt durch das geöffnete Rückschlagventil 2 durch die
Auslaßöffnung des Hydrostatischen Rohrs, wobei das Rückschlagventil 1
geschlossen bleibt. Das Hydrostatische Rohr wirkt also im Zusammenspiel mit dem
Rückschlagventil 1 und dem Rückschlagventil 2 bei vorhandenem Seegang wie eine
Durchlaufpumpe.
Bei fehlendem
Seegang kann der konvektive Kühlwasserdurchlauf im Kondensator durch Zuschalten
der Durchlaufpumpe für Kühlwasser gesteigert werden.
Süßwassertransport
Das gewonnene
Süßwasser wird im Sumpf gesammelt und mit Hilfe der Süßwasserpumpe über die
Süßwasserleitung im Leitungsstrang zur Küste gegen den Hydrostatischen Druck
abgepumpt. Auf dem festen Land befindet sich ein Vorratsbehälter für das
hochgepumpte Süßwasser, der als Puffer zwischen dem Wassergewinnungs-Aggregat
und den Verbrauchern dient.
Prozeßregelung,
Prozeßüberwachnung und Fehlersuche
Drucksensoren,
Temperatursensoren, Durchflußzähler und Wasserstandsanzeiger sind an geeigneten
Stellen der AMSS-Anlage angebracht. Sie dienen der Regelung und Überwachung des
Süßwassergewinnungs-Prozesses und der Fehlersuche.
Drucksensoren
befinden sich in der Entlüftungskammer, in der Verdampfungskammer und in der
Kondensationskammer.
Temperatursensoren
befinden sich in der Steigleitung für warmes Meerwasser, am Meerwassereinlaß
und am Meerwasserauslaß der Verdampfungskammer, an der Auslaßöffnung für die
abgekühlte Sole, im Dampfraum der Verdampfungskammer, im Dampfraum der
Kondensationskammer, an der Einlaßöffnung für das Kühlwasser, an der
Auslaßöffnung für das Kühlwasser und im Sumpf.
Durchflußzähler
befinden sich in der Steigleitung für warmes Meerwasser, in der Falleitung für
die abgekühlte Sole, an der Einlaßöffnug für das Kühlwasser, an der
Auslaßöffnung für das Kühlwasser und in der Süßwasserleitung im Leitungsstrang
zur Küste.
Wasserstandanzeiger
befinden sich in der Pufferungskammer, in der Entlüftungskammer, in der
Verdampfungskammer und in der Kondensationskammer.
Die Daten dieser
Meßstellen werden über die Datenleitung im Leitungsstrang zur Küste zu einem
auf dem festen Land befindlichen Prozeßrechner übertragen. Außerdem werden
Daten über den Betriebszustand der Pumpen übermittelt. Die Daten werden
verarbeitet. Die Ergebnisse der Verarbeitung dienen im Rahmen der Regelung des
Süßwassergewinnungs-Prozesses dem gezielten An- und Abschalten der Pumpen.
Bestimmte Daten und Ergebnisse werden zur Prozeßüberwachung und zur Fehlersuche
für den Betreiber protokolliert.
Verbesserungen
Durch weitere
Vereinfachungen und Verbesserungen insbesondere bei den Pumpen soll eine
Senkung der Investitionskosten bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz
erreicht werden.
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║17║ ═Ï═══════21═══════╗ ╔═══════21═══════Ï═ ║17║
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8║ ║ ║
║8 7 │
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╚══════════════════════╩═══╩══════════════════════╝ \
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║
║
║4
4║
ZEICHENERKLÄRUNG
zur ABBILDUNG
1: momentane mittlere
Meeresoberfläche
2: Meerwassersäule von etwa 10 m Höhe
3: Meeresboden
4: Bohrloch mit Anker
5: Befestigungsvorrichtung
6: Schwebeseil zur Aufhängung des
Oberen Auftriebskörpers
7: Oberer Auftriebskörper
8: Gleitvorrichtung mit Arretierung
am
Oberen Auftriebskörper
9: Schwebeseil zur Aufhängung des
Unteren Auftriebskörpers
10: Unterer Auftriebskörper
11: Gleitvorrichtung mit Arretierung
am
Unteren Auftriebskörper
12: Gewicht
13: Verdampfer
14: Brücke
15: Kondensator
16: Sumpf
17: Pufferungskammer
18: Entlüftungskammer
19: Verdampfungskammer
20: Wasserrad
21: Tropfenblende
22: Wellenreiter (angedeutet)
23: Seil zur Anbringung des
Hydrostatischen Rohrs
24: Hydrostatisches Rohr (angedeutet)
F. Überlegungen
zur Marktstrategie
Folgende
Situation liegt vor:
1. Ein großer und
aufnahmefähiger Markt für Süßwasser ist
vorhanden. Der Bedarf wächst rasch an. Bei
einem Angebot von
qualitativ gutem, preiswertem Süßwasser
handelt es sich auf
lange Sicht um einen ausgeprägten
Verkäufermarkt.
2. Ein
bedeutender Teil der Nachfrage wird durch das Angebot
überhaupt erst geweckt.
3. Vorhandene
Wassergewinnungsanlagen werden soweit wie möglich
durch Anlagen ersetzt werden, die bei
vergleichbaren oder
günstigeren Kosten eine bessere
Wasserqualität und eine bessere
Umweltverträglichkeit bieten.
4. Durch die
Erschließung von wüstenartigen Küstenstreifen werden
die Investitionskosten alleine schon über
die Grundstückspreise
wieder eingespielt.
Schlußfolgerungen:
1. Die
Bestrebungen sollten klar auf die Süßwassergewinnung
gerichtet werden, nicht auf die Gewinnung
von elektrischer
Energie.
2. Die
Entwicklung einer AMSS-Demonstrationsanlage sollte in einer
kleinen, leistungsfähigen
Entwicklungsmannschaft schnell
vorangetrieben und vorrangig (möglichst aber
nicht
ausschließlich) mit privatem Kapital
finanziert werden. Eine
Entwicklungszeit von 2 bis 3 Jahren bis zur
Fertigstellung
einer vorführbereiten Demonstrationsanlage
ist aus heutiger
Sicht eine realistische Schätzung. Die
Entwicklungskosten
dürften etwa 5 Mio DM jährlich betragen.
3. Marktgängige
Anlagen sollten nur bei vorheriger Option des
Kunden oder gegen feste Bestellung gefertigt
werden und dabei
den Anforderungen des Kunden entsprechen.
4. Strategisches
Ziel sollte es sein, einen Entwicklungsvorsprung
und Kostenvorteile zu gewinnen und zu
halten, die zu einer
starken Stellung auf dem Weltmarkt führen.
G. Diskussion
VORTEILE
Die AMSS-Anlage
- wird in der
Nähe der Verbraucher errichtet
- benötigt nur
geringe Aufwendungen für die Bereitstellung des
Substrats
- benötigt nur
geringe Aufwendungen für die Bereitstellung des
Kühlwassers
- arbeitet mit
sehr geringen laufenden Kosten, denn sie
- arbeitet fast ohne Zufuhr von äußerer
Energie, indem sie
- das Meer als kostenlosen
Sonnenkollektor nutzt
- die Energie der Meereswellen nutzt
- weist eine
bisher nicht erreichte Umweltverträglichkeit auf
- arbeitet
automatisch, geregelt und optimiert und muß daher nicht
bedient werden
- ist robust und
unkompliziert und muß daher wenig gewartet werden
- ist unabhängig
vom Tidenhub und von der Höhe der Meereswellen
- arbeitet im
Pumpbetrieb auch unter ungünstigen Bedingungen
- läßt sich
leicht auf- und wieder abbauen.
MÖGLICHE
NACHTEILE
Die AMSS-Anlage
- benötigt in der
Regel einen Leitungsstrang zur Küste mit
Süßwasserleitung, Stromkabel und Datenleitung
- benötigt einen
großen Süßwasserbehälter an Land als Puffer zum
Verbraucher.
ANHANG 1
PI PRAKTISCHE INFORMATIK
GMBH
Lerchenauer Straße 39
8000 München 40
________________________________________________________________
Vorrichtung
zum Pumpen von Meerwasser
(Hydrostatisches Rohr)
________________________________________________________________
Gebrauchsmuster:
POTKIN 100 HYDROTUBE
LÖSUNG
Die Vorrichtung,
hier als "Hydrostatisches Rohr" bezeichnet, ist in der ABBILDUNG 1
schematisch dargestellt. Sie besteht aus einem im Meer vertikal angebrachten
Rohr (6)(7), welches oben mit einem Schwimmer (8) versehen ist, dort eine unter
Wasser befindliche Öffnung (11) hat und welches unten je eine mit einem
Rückschlagventil (13) und (15) bestückte Einlaßöffnung (12) und Auslaßöffnung
(14) hat. Das Rohr (6)(7) wird von der Wellenbewegung des Seegangs mitbewegt,
derart, daß mit Hilfe der Rückschlagventile (13) und (15) von der Einlaßöffnung
(12) zur Auslaßöffnung (14) hin eine pulsierende Meerwasserströmung
hervorgerufen wird.
Das Rohr (6)(7)
ist an einem in der Rohrachse befindlichen Mast (5) angebracht, der im
Meeresboden in einem Bohrloch (4) verankert ist und der über die
Meeresoberfläche hinausragt. An die Stelle des Mastes kann auch ein gespanntes
Seil treten.
Die unteren
Öffnungen (12) und (14) des Rohres befinden sich in einer Meerestiefe (H), in
welcher die vom Seegang herrührende Bewegung des Meerwassers abgeklungen ist,
weil dort nur noch der konstante hydrostatische Druck herrscht. Das ist in
einer Meerestiefe (H) der Fall, die mindestens der halben Wellenlänge (L/2) des
Seegangs entspricht.
In einer ersten
möglichen Ausführungsform ist das Rohr (6)(7) als elastischer Schlauch
ausgebildet und derart in sich dehn- und stauchbar, daß es sich auf einen Teil
seiner größten Länge verkürzen kann (siehe dazu auch ABBILDUNG 2). Das Rohr
(6)(7) ist in diesem Fall an seinem unteren Ende mit einer unbeweglichen
Befestigungsvorrichtung (9) und ansonsten in Höhe einiger der starren
Verbindungsringe (19) mit Gleitvorrichtungen (10) am Mast (5) angebracht. Eine
der unteren Öffnungen (12) oder (14) des Rohres (6)(7) ist über eine starre
Rohrverbidung an eine ortsfeste andere Vorrichtung angekoppelt, in welcher eine
gerichtete pulsierende Meerwasserströmung hervorgerufen werden soll.
In einer zweiten
möglichen Ausführungsform ist das Rohr starr. Das ganze Rohr ist in diesem Fall
mit Gleitvorrichtungen (10) am Mast angebracht. Eine der unteren Öffnungen (12)
oder (14) des Rohres ist über einen beweglichen Schlauch an eine ortsfeste andere
Vorrichtung angekoppelt, in welcher eine gerichtete pulsierende
Meerwasserströmung hervorgerufen werden soll.
In Abwandlung des
Verfahrens ist eine weitere Ausführungsform des dehn- und stauchbaren Rohres
(6)(7) möglich, bei der die Obere Öffnung (11) geschlossen ist. Die Unteren
Öffnungen (12) und (14) des Rohres können in diesem Fall auch in einer
geringeren Tiefe
h < H unter
dem mittleren Meeresniveau (2) liegen als der in der ABBILDUNG 1 angedeuteten
Tiefe H.
VORTEILE
Die Vorrichtung
ist denkbar einfach, da außer dem Mast nur ein Rohr mit Schwimmer und zwei mit
Rückschlagventilen besetzte Öffnungen notwendig sind. Die erzeugte pulsierende
Meerwasserströmung kann umgesetzt werden, um Arbeit zu leisten.
Das
Hydrostatische Rohr läßt sich mit Vorteil verwenden in einer Vorrichtung zur
Gewinnung von Süßwasser aus relativ warmem Meerwasser.
AUFBAU DER
VORRICHTUNG
Das
Hydrostatische Rohr in einer seiner möglichen Ausführungsformen ist in den
ABBILDUNGEN 1 und 2 schematisch dargestellt.
Zur Orientierung
sind in der ABBILDUNG 1 eine Meereswelle (1), das mittlere Meeresniveau (2) und
der Meeresboden (3) eingetragen, ferner die Ausbreitungsrichtung der
Meereswelle (X), die Meereswellenlänge (L), die Höhe eines Wellenbergs (+ÙH),
die Tiefe eines Wellentals (-ÙH), die mittlere Meerestiefe (T) und die
Meerestiefe (H), in der die Wellenbewegung erloschen ist. Es gilt H > L/2.
Die linke Hälfte
der ABBILDUNG 1 stellt das Hydrostatische Rohr so dar, wie es aussieht, wenn es
von einem Wellenberg gestreckt wird, die rechte Hälfte der ABBILDUNG 1 so, wie
es aussieht, wenn es von einem Wellental gestaucht wird.
Im Meeresboden
(3) befindet sich ein Bohrloch (4), in dem ein Mast (5) eingelassen und
befestigt ist. Der Mast (5) ragt oben über den Wellenberg hinaus. Das
Hydrostatische Rohr (6)(7) ist mit der Befestigungsvorrichtung (9) fest am Mast
(5) angebracht. Mit den Gleitvorrichtungen (10) kann es, wenn es gestreckt oder
gestaucht wird, am Mast (5) entlang gleiten.
Am oberen Ende
des Rohrs (6)(7) befindet sich ein Schwimmer (8), unmittelbar darunter eine
Obere Öffnung (11). Zwischen der Oberen Öffnung (11) und der
Befestigungsvorrichtung (9) befindet sich das Rohr (6)(7), welches sich wie in
der ABBILDUNG 1 angedeutet strecken oder stauchen läßt. Unterhalb der
Befestigungsvorrichtung (9) befinden sich an der Unteren Einlaßöffnung (12) ein
Rückschlagventil 1 (13) und an der Unteren Auslaßöffnung (14) ein
Rückschlagventil 2 (15).
In dieser
Ausführungsform ist das Rohr (6)(7) als dehn- und stauchbarer Schlauch
ausgebildet, wie er in der ABBILDUNG 2 schematisch dargestellt ist. Der
Schlauch besteht aus einer elastischen Schlauchwand (16) mit Äußeren
Ringförmigen Knicken (17) und Inneren Ringförmigen Knicken (18). In der
Schlauchwand (16) sind starre Verstärkungsringe (19) eingelassen. Die
Richtungen von Dehnung und Stauchung sind in der ABBILDUNG 2 durch Doppelpfeile
() angedeutet. Der Ruhezustand des Schlauchs ist derjenige, bei dem der
Schlauch seine kürzeste Länge hat.
Außer der in den
ABBILDUNGEN 1 und 2 dargestellten ersten Ausführungsform des Hydrostatischen
Rohrs gibt es eine zweite Ausführungsform, bei der das Rohr starr ist. Das
starre Rohr besitzt anstelle der ortsfesten Befestigungsvorrichtung (9) eine
Gleitvorrichtung (10). Es gleitet daher, wenn es vom Seegang bewegt wird, als
ganzes am Mast (5) auf und ab.
Eine dritte, vom
Verfahren abweichende Ausführungsform unterscheidet sich von der in den
ABBILDUNGEN 1 und 2 dargestellten dehn- und stauchbaren Ausführungsform
hauptsächlich dadurch, daß die Obere Öffnung (11) geschlossen ist. Die Unteren
Öffnungen (12) und (14) des Rohres können in diesem Fall auch in einer
geringeren Tiefe h < H unter dem mittleren Meeresniveau (2) liegen als der
in der ABBILDUNG 1 angedeuteten Tiefe H.
FUNKTION DER
VORRICHTUNG
Bei Seegang
strömt das Meerwasser im Bereich der Unteren Öffnungen (12) und (14) des Rohrs
abwechselnd nach oben und nach unten.
Dabei gilt für
die Ausführungsformen mit offener Oberer Öffnung (11) folgendes. Befindet sich
der Schwimmer auf der unteren Halbwelle, dann wird eine bestimmte Menge
Meerwassers durch die untere Einlaßöffnung in das Rohr hineingedrückt, befindet
sich der Schwimmer auf der oberen Halbwelle, dann wird die gleiche Menge
Meerwassers durch die untere Auslaßöffnung hinausgedrückt.
Für die
verfahresuntypische Ausführungsform mit geschlossener Oberer Öffnung (11) gilt
folgendes. Befindet sich der Schwimmer auf dem Weg nach oben, dann wird eine
bestimmte Menge Meerwassers durch die untere Einlaßöffnung in das Rohr
hineingesaugt, befindet sich der Schwimmer auf dem Weg nach unten, dann wird
die gleiche Menge Meerwassers durch die untere Auslaßöffnung hinausgedrückt.
Das Rohr wirkt
somit in den drei beschriebenen Ausführungsformen wie eine Durchlaufpumpe für
das in der Tiefe befindliche Meerwasser.
H > L/2
──────────────X────────────────
──────────────────────────────L───────────────────────────────
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14 15
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12 13
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ABBILDUNG 1:
Schematische Darstellung des Hydrostatischen Rohrs
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ABBILDUNG 2:
Ausbildung des dehn- und stauchbaren Schlauchs
ZEICHENERKLÄRUNG
zur ABBILDUNG 1
1: Meereswelle
2: mittleres Meeresniveau
3: Meeresboden
4: Bohrloch
5: Mast
6: Hydrostatisches Rohr (in gestrecktem
Zustand)
7: Hydrostatisches Rohr (in gestauchtem
Zustand)
8: Schwimmer
9: Befestigungsvorrichtung (am Mast ortsfest)
10:
Gleitvorrichtung (am Mast gleitfähig)
11: Obere Öffnung
12: Untere
Einlaßöffnung
13:
Rückschlagventil 1 (an der Unteren Einlaßöffnung)
14: Untere
Auslaßöffnung
15:
Rückschlagventil 2 (an der Unteren Auslaßöffnung)
X: Ausbreitungsrichtung der Meereswelle
L: Meereswellenlänge
+ÙH: Höhe eines
Wellenbergs
-ÙH: Tiefe eines
Wellentals
T: Mittlere Meerestiefe
H: Meerestiefe, in der die Wellenbewegung
erloschen ist
ZEICHENERKLÄRUNG
zur ABBILDUNG 2
16: Elastische
Schlauchwand
17: Äußerer
Ringförmiger Knick der Schlauchwand
18: Innerer
Ringförmiger Knick der Schlauchwand
19: Starrer
Verstärkungsring, eingelassen in die Schlauchwand
: Dehnung
oder Stauchung
ANHANG 2
PI PRAKTISCHE INFORMATIK
GMBH
Lerchenauer Straße 39
8000 München 40
________________________________________________________________
Vorrichtung
zum Verbringen von
Meerwasser
über das mittlere Niveau des
Seegangs
(Wellenreiter)
________________________________________________________________
Gebrauchsmuster:
POTKIN 200 WAVERIDER
LÖSUNG
Die Vorrichtung,
hier als "Wellenreiter" bezeichnet, ist in den ABBILDUNGEN 1 und 2
schematisch dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einer Anzahl
gegeneinander drehbarer oder schwenkbarer Rohre. Sie wird fast ganz unter
Wasser angebracht und zu diesem Zweck mit ihrem unteren Ende über einen
beweglichen Parallelogramm-Mechanismus so an einem ortsfesten Gegenstand (20)
befestigt, daß sie vertikal steht und im wesentlichen in vertikaler Richtung
beweglich ist. Schwimmer (9) an ihrem oberen Ende bewirken, daß sie sich mit
den Meereswellen (1) mitbewegt.
Der Wellenreiter
besitzt wenig unterhalb der Schwimmer (9) ein horizontales rohrförmiges
Wassereinlaßteil (2) mit einer seitlichen Einlaßöffnung (3) für das Meerwasser
und davor ein Schutzgitter (4). Das Wassereinlaßteil (2) ist in ein Y-Rohr (8)
eingesetzt und um seine horizontale Achse A-A frei drehbar. Das
Y-Rohr (8) sitzt
am Drehgelenk (13) dem Oberen T-Rohr (10) auf und ist seinerseits um die
vertikale Achse F-F frei drehbar. Am Wassereinlaßteil (2) befinden sich ein
Richtungsruder (6) und ein Drehruder (5). Mit Hilfe des Richtungsruders (6)
wird das Wassereinlaßteil (2) zusammen mit dem Y-Rohr (8) von der
Meeresströmung so um die Achse F-F gedreht, daß die Achse A-A senkrecht zu
dieser Strömung zu liegen kommt. Mit Hilfe des Drehruders (5) wird das
Wassereinlaßteil (2) von der Strömung so um die Achse A-A gedreht, daß die
Einlaßöffnung (3) sich der Strömung entgegenrichtet. Das geschieht insbesondere
deshalb, weil sich der Schwerpunkt des Wassereinlaßteils (2) außerhalb der
Achse A-A auf der der Einlaßöffnung (3) gegenüberliegenden Seite befindet. Das
Meerwasser kann daher ungehindert durch die Einlaßöffnung (3) einströmen.
Der in der
unteren Verlängerung des Oberen T-Rohrs (10) starr angebrachte Ausleger (11)
liegt zwischen den horizontalen Schwenkachsen B-B und D-D und bildet eine Seite
des beweglichen Parallelogramm-Mechanismus. Die anderen drei
Parallelogramm-Seiten werden gebildet von der Verbindungsleitung (14), der
Verstrebung zwischen dem Auslegergelenk (12) und der horizontalen Schwenkachse
E und vom vertikal ausgerichteten ortsfesten Gegenstand (20) zwischen den
horizontalen Schwenkachsen C-C und E-E. Der Wellenreiter ist um die vertikale
Symmetrie-Achse G-G des Unteren T-Rohrs (16) nicht drehbar.
Ein
Rückschlagventil (18) sorgt dafür, daß das Meerwasser im Wellenreiter nur in
der Richtung von der Einlaßöffnung (3) zur Auslaßöffnung (19) hin strömen kann.
Der Weg des
Wassers führt von der Einlaßöffnung (3) in das Wassereinlaßteil (2), durch die
Durchgehenden Öffnungen (7) in das Y-Rohr (8), am Drehgelenk (13) vorbei in das
Obere T-Rohr (10), durch die Oberen Durchlaßöffnungen (15) in die zwei Arme der
Verbindungsleitung (14), durch die Unteren Durchlaßöffnungen (17) in das Untere
T-Rohr (16), und schließlich durch das Rückschlagventil (18) zur Auslaßöffnung
(19).
An die
Auslaßöffnung (19) läßt sich ein Steigrohr anschließen, in dem das vom
Wellenreiter erfaßte Meerwasser in einen Speicher geleitet wird, dessen Inhalt
über dem mittleren Niveau des Seegangs liegt.
Das vom
Wellenreiter erfaßte Meerwasser kann insbesondere auch auf ein noch bis zu etwa
10 m höheres Niveau verbracht werden, wenn der Meerwasserspiegel im Speicher
durch ein entsprechendes Vakuum angehoben wird. Das kann dazu dienen, das vom
Wellenreiter erfaßte Meerwasser aus dem Bereich des Seegangs herauszubringen.
VORTEILE
Der Wellenreiter
nutzt neben der Potentiellen Energie der oberen Meereshalbwellen auch die
Kinetische Energie der Meeresströmung, um Meerwasser über das mittlere Niveau
des Seegangs in einen Speicher zu verbringen. Aus dem Speicher kann das
Meerwasser zum mittleren Niveau des Seegangs oder in den dazu geeigneten
Zeitintervallen auch bis in die Wellentäler hinabgeleitet werden und dabei
Arbeit leisten.
Das Meerwasser
kann auf ein noch bis zu etwa 10 m höheres Niveau verbracht werden, falls der
Meerwasserspiegel im Speicher durch ein entsprechendes Vakuum angehoben wird.
Der Wellenreiter
läßt sich mit Vorteil verwenden in einer Vorrichtung zur Gewinnung von
Süßwasser aus relativ warmem Meerwasser.
AUFBAU DER
VORRICHTUNG
Die ABBILDUNGEN 1
und 2 zeigen eine mögliche Ausführungsform der Vorrichtung:
ABBILDUNG 1 zeigt
eine schematische Darstellung des Wellenreiters
in Vorderansicht,
ABBILDUNG 2 zeigt
eine schematische Darstellung eines Teils des
Wellenreiters, insbesondere seiner
Anbringung, in
Seitenansicht.
Zur Orientierung
sind in der Darstellung die Meeresoberfläche (1) und ein ortsfester Gegenstand
(20) zur Anbringung des Wellenreiters eingetragen.
Der Wellenreiter
enthält ein horizontales rohrförmiges Wassereinlaßteil (2) mit einer
Einlaßöffnung (3), an der sich ein Schutzgitter (4) befindet, außerdem ein
Drehruder (5), ein Richtungsruder (6) und ein vertikales Y-Rohr (8) mit
Schwimmern (9). Das Wassereinlaßteil (2) ist in das Y-Rohr (8) eingesetzt. Es
weist beiderseits Durchgehende Öffnungen (7) zum Y-Rohr (8) hin auf.
Der Wellenreiter
enthält ferner ein vertikales Oberes T-Rohr (10) mit Ausleger (11) und
Auslegergelenk (12), ein Drehgelenk (13) zwischen Y-Rohr (8) und Oberem T-Rohr
(10) und eine schräg liegende Verbindungsleitung (14) bestehend aus zwei Armen.
Die Verbindungsleitung (14) durchdringt in ihrem oberen Teil das Obere T-Rohr
(10). Die Verbindungsleitung (14) hat oben in der Mitte Obere Durchlaßöffnungen
(15) zum Oberen T-Rohr (10) hin.
Der Wellenreiter
enthält ferner ein vertikal stehendes, ortsfest angebrachtes Unteres T-Rohr
(16) mit Rückschlagventil (18) und Auslaßöffnung (19). Die Verbindungsleitung
(14) durchdringt in ihrem unteren Teil das Untere T-Rohr (16). Die
Verbindungsleitung (14) hat ferner unten in der Mitte Untere Durchlaßöffnungen
(17) zum Unteren T-Rohr (16) hin.
Das
Wassereinlaßteil (2) ist um die horizontale Achse A-A frei drehbar. Das Y-Rohr
(8) ist um die vertikale Achse F-F frei drehbar. Das Obere T-Rohr (10) und die
Verbindungsleitung (14) sind um ihre gemeinsame horizontale Achse B-B
schwenkbar. Die Verbindungsleitung (14) ist ferner um die horizontale Achse C-C
schwenkbar, die sie mit dem ortsfest angebrachten Unteren T-Rohr (16) gemeinsam
hat. Das Auslegergelenk (12) ist um die horizontale Achse D-D schwenkbar.
Zwischen dem Auslegergelenk (12) und der am ortsfesten Gegenstand (20)
angebrachten horizontalen Schwenkachse E befindet sich eine Verstrebung. Das
Untere T-Rohr (16) und damit die gesamte Vorrichtung sind um die vertikale
Achse G-G nicht drehbar.
Der Ausleger
(11), die Verbindungsleitung (14), der ortsfeste Gegenstand (20) zwischen den
Schwenkachsen C und E und die Verstrebung zwischen dem Auslegergelenk (12) und
der Schwenkachse E bilden zusammen einen beweglichen
Parallelogramm-Mechanismus.
FUNKTION DER
VORRICHTUNG
Die Vorrichtung
ist in ihrem unteren Teil an dem ortsfesten Gegenstand (20) angebracht und kann
sich über den Parallelogramm-Mechanismus mit den horizontalen Achsen B-B, C-C,
D-D und E-E im wesentlichen in vertikaler Richtung bewegen. Schwimmer (9) sorgen
dafür, daß sich der bewegliche Teil der Vorrichtung mit der Vertikalbewegung
der Meereswellen mitbewegt.
Durch das
Drehgelenk (13) mit der vertikalen Achse F-F ist das
Y-Rohr (8)
zusammen mit dem Wassereinlaßteil (2) beliebig drehbar. Das am Wassereinlaßteil
(2) angebrachte Richtungsruder (6) bewirkt, daß das Y-Rohr (8) und das
Wassereinlaßteil (2) von der Meeresströmung so um die vertikale Achse F-F
gedreht werden, daß sich die horizontale Achse A-A senkrecht zu dieser Strömung
ausrichtet.
Das
Wassereinlaßteil (2) ist um die horizontale Achse A-A beliebig drehbar. Das am
Wassereinlaßteil (2) angebrachte Drehruder (5) bewirkt, daß das
Wassereinlaßteil (2) von der Meeresströmung so um die horizontale Achse A-A
gedreht wird, daß sich seine Öffnungen (3) entgegen der Richtung der Strömung
ausrichten. Das geschieht insbesondere deshalb, weil der Schwerpunkt des
Wassereinlaßteils (2) sich außerhalb der Achse A-A in einer Lage gegenüber der
Einlaßöffnung (3) befindet.
Unter den
beschriebenen Bedingungen strömt das Meerwasser bei Seegang oder bei Stömung
durch die Einlaßöffnung (3) in das Wassereinlaßteil (2), von dort weiter in das
Y-Rohr (8), von dort weiter in das Obere T-Rohr (10), von dort in die beiden
Arme der Verbindungsleitung (14), von dort in das Untere T-Rohr (16) und weiter
zur Auslaßöffnung (19). Das Rückschlagventil (18) bewirkt, daß das Meerwasser
nur in der soeben beschriebenen Richtung strömen kann.
Durch die
Auslaßöffnung (19) kann das Meerwasser über eine Steigleitung in einen Speicher
verbracht werden, wo es ein Potential erhält, welches über dem Potential des
mittleren Seegangs liegt. Aus dem Speicher kann das Meerwasser zum mittleren
Niveau des Seegangs oder in den dazu geeigneten Zeitintervallen auch bis in die
Wellentäler hinabgeleitet werden und dabei Arbeit leisten.
Das Meerwasser
kann darüberhinaus auf ein etwa 10 m höheres Niveau verbracht werden, falls der
Meerwasserspiegel im Speicher durch ein entsprechendes Vakuum angehoben wird.
Zusätzliche Arbeit kann auf diesem Wege zwar nicht geleistet werden, jedoch ist
dieses Vorgehen bei der Entspannungsverdampfung von Meerwasser von großem
Nutzen.
┌──────┐ ┌──────┐ ¸¸¸¸¸¸¸¸¸¸¸│ │¸¸¸¸¸¸¸¸│¸¸¸¸¸¸¸¸│ │¸¸¸¸¸¸ 1 ¸¸¸
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9 │ 6 │
9 │
│ │
3 │ 3
│ │
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║8
╚═╝2 │ ╚═╝
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║
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║
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│ 5 │║ ║
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~~~~~~~~~~ 20
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G ║ ║ ║
║ ║
│ ║
║ ABBILDUNG 2: ║
║ ║
║ 19 ║ ║
║ Schematische
║ ║
Ã─ ─Â18 ║
║ Darstellung
║ ║╔════╝
· ╚════╗║ ║
eines Teils des
║
║║16 │
║║ ║
Wellenreiters
║ ╚══ ═ 17═·═ ═ ═ ══╝ ║
(Seitenansicht)
║ 14 │ ║
C-·-║-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-·-║-·-C
║ │ 14 ║
╚═════════ ═ ═ ═·═ ═ ═
═════════╝
║ │
16║
╚═══════════════╝
│
G
ABBILDUNG 1:
Schematische Darstellung des Wellenreiters
(Vorderansicht)
ZEICHENERKLÄRUNG
zu den ABBILDUNGEN 1 und 2
1: Meeresoberfläche
2: Wassereinlaßteil
3: Einlaßöffnung (am Wassereinlaßteil)
4: Schutzgitter (an der Einlaßöffnung)
5: Drehruder (am Wassereinlaßteil)
6: Richtungsruder (am Wassereinlaßteil)
7: Durchgehende Öffnung (am Wassereinlaßteil)
8: Y-Rohr
9: Schwimmer (am Y-Rohr)
10: Oberes T-Rohr
11: Ausleger (am
Oberen T-Rohr)
12:
Auslegergelenk (am Ausleger)
13: Drehgelenk
14:
Verbindungsleitung (mit zwei Armen)
15: Obere
Durchlaßöffnungen der Verbindungsleitung
(zum Oberen T-Rohr)
16: Unteres
T-Rohr
17: Untere
Durchlaßöffnungen der Verbindungsleitung
(zum Unteren T-Rohr)
18:
Rückschlagventil
19: Auslaßöffnung
20: Ortsfester
Gegenstand (zur Anbringung des Wellenreiters)
A-·-·-A Horizontale Drehachse des Wassereinlaßteils
(2)
B-·-·-B Horizontale Obere Schwenkachse der
Verbindungsleitung
(14)
C-·-·-C Horizontale Untere Schwenkachse der
Verbindungsleitung
(14)
D-·-·-D Horizontale Schwenkachse des Auslegergelenks
(12)
E-·-·-E Horizontale Schwenkachse am Ortsfesten
Gegenstand (20)
F-·-·-F Vertikale Drehachse des Drehgelenks (13)
G-·-·-G Vertikale Symmetrie-Achse des Unteren T-Rohrs
(16)
P R O J E K T - P L A N 1 ANHANG 3
__________________________
1990 91
92 93 94
95
──────────────────┬───┼───┬───┼───┬───┼───┬───┼───┬───┼───┬───┼─
Kleine │1 2 3 4
Demonstrations- │═══════
anlage: │A
B C D
etwa 1.000 │====════════====
Kubikmeter je
Tag,│ 5 6
etwa 5,00 DM │
════════
Kosten je │
Kubikmeter Wasser
│
──────────────────┼─────────────────────────────────────────────
Mittlere │ 1 2 3 4
Produktions- │ ════════
anlage: │ A
B C D E
etwa 10.000 │ ====════════====════>
Kubikmeter je
Tag,│ 5 6
etwa 1,50 DM │ ════════
Kosten je │ F
Kubikmeter Wasser
│ ════>
──────────────────┼─────────────────────────────────────────────
Große │ 1 2 3 4
Produktions- │ ════════
anlage: │ A B
C D E
etwa 100.000 │
====════════====════>
Kubikmeter je
Tag,│
5 6
etwa 0,50 DM │ ════════
Kosten je │ F
Kubikmeter Wasser
│
════>
──────────────────┼─────────────────────────────────────────────
Finanzierung │<
Vorfinanzierung
><Verkaufserlöse>
│
═══════════════════════════
══════════════
──────────────────┼─────────────────────────────────────────────
Vertrieb │ Aufbau des Vertriebs
│ ════
│ Vertriebstätigkeit
│
════════════════════════════════>
──────────────────┼───┼───┴───┼───┴───┼───┴───┼───┴───┼───┴───┼─
Legende:
________
ENTWURF und
ERPROBUNG PRODUKTION
1:
Grobentwurf A:
Arbeitsvorbereitung
2: Feinentwurf
Teilsysteme B: Bau Teilsysteme
3: Feinentwurf
Anlage C: Bau Anlage
4: Feldtest
Vorbereitung D: Verbesserung
Gesamtanlage
5: Feldtest
Teilsysteme E: Laufende
Produktion
6: Feldtest
Gesamtanlage F: Auslieferung
┌────────────────────────────────────┐
│TEILSYSTEME: │
│Hydrostatisches Rohr,
Wellenreiter │
│ANLAGE: │
│Wassergewinnungsaggregat,
Anbringung│
└────────────────────────────────────┘
P R O J E K T - P L A N 2
(Mitwirkung der PI)
____________________________________________
Auszug aus dem
Projekt-Plan 1:
1990 91 92 93
────────┬───────┼───────┬───────┼───────┬───────┼───────┬───────┼─
Kleine │1
2 3 4
Demon- │════════════════
strations- 5 6
anlage │ ════════════════
────────┼─────────────────────────────────────────────────────────
Mittlere│ 1 2
3 4
Produk- │ ════════════════
tions- │ 5 6
anlage │
════════════════
────────┼───────┼───────┴───────┼───────┴───────┼───────┴───────┼─
Projektplanung
für PI:
1990 91 92 93
────────┼───────┼───────┬───────┼───────┬───────┼───────┬───────┼─
│11
┌───────────────────────────────────────┐
│════ │SIMULATION: a. Mechanisches
Modell │
│
12 │ b. Thermodynamisches Modell│
│
════ │ c. Elektrisches Modell │
│
13 │ d. Datentechnisches Modell │
│
════
└───────────────────────────────────────┘
│ 4
│ ════
│ 5
│ ════════
│ 6
│ ════════
────────┼─────────────────────────────────────────────────────────
│ 11
│ ════
│ 12
│ ════
│ 13
│ ════
│ 4
│ ════
│ 5
│
════════
│
6
│
════════
────────┴───────┼───────┴───────┼───────┴───────┼───────┴───────┼─
Legende:
________
ENTWURF SIMULATION und ERPROBUNG
(Arbeiten PI)
1:
Grobentwurf 11: Simulation
Grobentwurf
2: Feinentwurf
Teilsysteme 12: Simulation Feinentwurf
Teilsysteme
3: Feinentwurf
Anlage 13: Simulation Feinentwurf
Anlage
4: Feldtest
Vorbereitung
5: Feldtest
Teilsysteme